Kinder und Jungendliche mit Aphasie
Eine Aphasie kann nicht nur Erwachsene treffen, sondern kommt ebenfalls im Kinder- und Jungendalter vor.
Ursachen: - Schädel- Hirn- Trauma nach Unfällen im Straßenverkehr, - Stürze beim Spielen und - Hirnhautentzündung, Schlaganfall, Tumor
Symtomatik: - Beeinträchtigungen bei der Wortfinden und Sprachverständnis - Fähigkeiten wie Sprechen, Verstehen, Schreiben,Lesen, aber auch Gestik und Mimik können unterschiedlich stark betroffen sein - Beigleitssymptome: Halbseitenlähmung, Dysphagie, Dysartrie, Aufmerksam- und Gedächnisstörung
Tipps für betroffene Familien
Aphasie mit seinen vielfältigen Begleitsymptomen hat immer eine Veränderung des gesamten familiären Lebens zur Folge. Sehr wichtig für betroffene Eltern ist, dass sie ihre Gefühle und die ihres Kindes sowie ggf. der Geschwisterkinder aufgrund der neuen, erschwerten Situation akzeptieren und nicht unterdrücken. Angst und Aggression können beim Kind, aber ebenso auch bei den Eltern auftreten. Dies darf man zulassen, denn das gehört zum Verarbeitungsprozess. Es hilft, darüber zu reden. Kinder spüren Veränderungen und Anspannungen, die sich dann auch negativ auf die Therapie auswirken können. Auch sollte man sich als betroffene Familie nicht schnell entmutigen lassen, wenn die Aphasie lange bestehen bleibt oder immer wieder Fähigkeiten verloren gehen, die bereits wiedererworben wurden. Denn je nach Tagesform können die Fähigkeiten bei aphasischen Kindern und Jugendlichen schwanken. Es zeigt sich, dass bei entsprechend intensiver Förderung auch nach langer Zeit noch Verbesserungen möglich sind. Ganz wichtig ist auch, dass betroffene Familien sich und anderen klar machen, dass eine Sprachbehinderung wie Aphasie keine Denkstörung oder geistige Behinderung ist! Das Denken ist bei einer Aphasie nicht betroffen!
( Kommunikation zwischen Partnern Aphasie Band 206 ,Melanie Kubandt)
